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2013-04-27 • Meerhout
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Festival
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12500 Zuschauer
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Autor: mk | cz
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  Groezrock 2013
2013-04-27

Groezrock Samstag 27

Groezrock Samstag 27.04.2013

 



Einer der ersten Acts, welche ich Besuche, sind Emmure auf der Impericon Stage. Nach den ersten beiden Outputs "goodbye to the gallows" und "the respect issue" foltge das meiner Meinung nach schwache "felony".
Nach jenem dritten Album habe ich die Band auch aus den Augen verloren.
Dennoch wollte ich mir anhören und anschauen was live geboten wird.
Keine Frage, an härte haben Emmure nichts verloren, das Publikum scheint auch mit den neuen Songs zufrieden zu sein, gemessen an den Reaktionen auf das Set.
Vereinzelt toben sich Gäste mit allerlei künstlerischen und stumpfen "Tanzbewegungen" im Pit aus. Auch das habe ich nicht anders erwartet.
Ob Emmure an jenem Tag neue Fans gewonnen hat ist schwer zu beurteilen, dem Chaos bei "when keeping it real goes wrong" nach zu urteilen sind aber viele Anhänger auch mit den älteren Songs vertraut und so scheint es das nicht viele meine Ansichten des musikalischen Werdegang von Emmure teilen.
 

Nachdem Trapped Under Ice Ihre Pause verkündet haben war nun 

Gelegenheit die Herren ein letztes Mal in Europa zu sehen. Den 

Zuschauern war dies offensichtlich bewusst und so feierte man die 

Band, wie ich es zuvor noch nicht gesehen habe. Das komplette Etnies 

Zelt stand Kopf und war in Bewegung. Für den Auftritt hätte das Zelt 

auch gerne etwas größer ausfallen können, denn nicht allen war es 

gegönnt einen Platz im Zelt zu ergattern. Mit viel Schweiß und Freude 

spielten sich Trapped Under Ice durch Ihre komplette
Discographie und ließen kein Stein auf dem anderen.
Selbst Freaky Franz wurde ein kleiner Gastauftritt gegönnt,
bei dem der Merchguy unter beweis stellen konnte, wie er zu seinem Namen gekommen ist. Ab dem Moment als 

er das Mikro in der Hand hielt schaltet er total ab und rannte und 

sprang wie von der Tarantel gestochen von vorne nach hinten, von links nach rechts und heizte die Stimmung weiter auf.

Sichtlich erfreut von der positiven Resonanz des Publikum verließ die Band dann nach ungefähr 40 Minuten die Bühne.


Das Hardcore/Emo Urgestein Grade aus Canada ist auf Reunion Tour und macht auch auf dem Groezrock halt. Wie es bei solchen Bands oftmals laufen kann, kennen viele der jüngeren Besucher die Bands der ersten Stunde nicht und so fällt mir recht schnell auf das im Impericon Zelt noch reichlich Platz herrscht als Grad starten.
 


Los geht es mit "the inefficiency of emotion" und direkt bemerke ich das sich die Gruppe der Menschen, welche sich auf Grade gefreut haben gemeinsam vor der Bühne versammelt haben um zu feiern.
Jede Textzeile wird mitgesungen und mich überrascht die Beweglichkeit der Akteure auf der Bühne.
Musikalisch spielen Grade wie bereits erwähne Emocore der ersten Stunde und sollten von Fans jener aktuellen Bands wie Silverstein und Co. unbedingt angehört werden. Infos: https://www.facebook.com/GradeHC

Man spielt sich durch alle 4 Alben und jene Besucher welche sich auf Grade gefreut sind sichtlich erfreut.
Schade das keine Clubshows von Grade anstehen, aber man kann ja nie wissen!

Leider konnte ich von Walter Schreifels nur noch die letzten 3 Songs hören, da ich zuvor noch anderweitig unterwegs war. Daher gibt es nur einen kleinen Einblick dieser Darbietung. Mit seiner E-Gitarre bewaffnet und einer Menge Humor spielte er Start Today (bei dem der Mundharmonikapart kurzer Hand durch Summen bei dem das Publikum einbezogen war improvisiert wurde). Leider kam bei dem Song (was bei einer Akustik Version auch klar ist) nicht die Energie rüber, die der Song benötigt um richtig zu zünden. Nach dem Gorilla Bisquits Cover gab es noch einen Quicksand Song und einen eigenen. Es war kein spektakulärer Auftritt aber dennoch solide.

Aufgrund diverser anderer Auftritte konnte ich von Hatebreed nur ein 

paar Songs sehen, aber diese wurden wie erwartet routiniert und ohne 

viel Schnörkel gespielt. Die Menge hatte mit der Band um Jamie Jasta 

sichtlich ihren Spaß und feierte die Amerikaner an diesem Tag, wie 

kaum eine andere Band ab. Für mich persönlich konnten die Herren auf 

dem diesjährigen Groezrock kein Highlight setzen.
Erstaunlich ist aber welchen "Hit-Charakter" die Songs von Hatebreed mittlerweile entwickelt haben. Die Live-Perfomance von Jamie Jasta tut sein übriges dazu und erklärt wie es die Band schaffte in den letzten Jahren zu einer solch "großen Nummer" zu werden.


 



Für Pennywise habe ich an diesem Wochenende nur kurz Zeit. Während den 3 Songs welche ich mir anhören darf freue ich mich aber den neuen "alten" Sänger Jim Lindberg wieder am Mikrofon agieren zu sehen. Pennywise sind lange genug im Geschäft und ihre Songs weitverbreitet, so dass es nicht schwer fällt die Massen bei Laune zu halten. Pennywise ist eine jener Bands die einfach wie die Faust aufs Auge zum Groezrock passen.

Auch Kid Dynamite sind seit einiger Zeit vereinzelt wieder auf Reunion-Tour. Bereits am Vorabend zum Festival spielte die Band eine Clubshow in unmittelbarer Nähe zum Groezrock. Der Club schien wohl deutlich zu klein zu sein und so erfuhr ich das die Show in ausverkauftem Haus statt fand und es ordentlich zur Sache ging.
Als vorletzte Band auf der Etnies Stage dufte man also gespannt sein wie die Jungs aus Philadelphia die Masse zum Bewegen bringen würden.
Keiner der Anwesenden wurde Enttäuscht, ganz im Gegenteil, auch hier bot sich von Beginn an ein sehr resonanzfreudiges Publikum und es folgten reichlich Stagedives sowie Singalongs.

 



Es werden insgesamt 23 (!) der schnellen Hardcore-Punk Songs gespielt. Wie immer ist es besonders die Etnies Stage welche das Groezrock zu einem solch sympathischen Festival macht, da Band und Zuschauer es genießen ohne Absperrung zu ihren Lieblingssongs zu feiern.

Als kleines Special spielten Backtrack vor dem Auftritt von Comeback Kid ein kurzes, aber intensives, aus 3 Songs bestehendes Set.
Nicht nur mir bereitet es große Freude die Band aus New York auf der Etnies Stage zu sehen. Die 3 Songs lassen einen Stagedive-Marathon entstehen und die Band wird grandios abgefeiert. Zu Recht.

 



Es sind solche Tatsachen die das Groezrock zu einem so sympathischen Festival machen. Während den knapp 10 Minuten spielen Backtrack "darker half", "the worst of both worlds" sowie "erase the rat". Wer Backtrack nicht kennt: Hardcore aus New York!
Nicht mehr und nicht weniger!

Headliner des ersten Abends auf der Etnies Stage sind Comeback Kid.
Auf der 10 jährigen Jubiläumstour zu "turn it around" hat sich die Band aus Canada etwas besonderes überlegt und tritt mit Original Lineup auf.

So oder so war ich mir sicher das die Show gut ankommen wird, da Comeback Kid live sehr impulsiv und stets publikumsnah agieren.

 



So und nicht anders kam es dann auch. Wie schon bei Bands zuvor auf der Etnies Stage gibt es ab der ersten Sekunde Stagedives und Singalongs ohne Grenzen. Die Band hat sichtlich spaß, man merkt Frontman Scott Wade an wie sehr er diese Möglichkeit genießt und so wird sich während des Sets mehrmals fleißig bedankt!

 



Alle Songs sorgen für Jubelstürme im Publikum, allerdings sorgt der letzte Song "wake the dead" dafür, dass das Publikum endgültig die Bühne stürmt und mit der Band zusammen feiert. Schlagzeug und Bandmitglieder bleiben unversehrt. Die Masse sammelt sich unmittelbar vor dem Schlagzeug, Crowdsurfs inklusive. Mit den letzten Takten setzt ein Zuschauer zum Stagedive von einer der hinter dem Schlagzeug aufgebauten Boxen auf die Menge an. Beeindruckend. Unter tosendem Applaus verlassen Comeback Kid die Bühne.
 

Turbonegro waren für mich dieses Jahr eine der positiven Überraschungen des Groezrock. Aufgrund des Sängerwechsels habe ich mir nicht allzu viel von den Herren aus Norwegen versprochen wurde jedoch vom Gegenteil überrascht.

Mit viel Spielfreude und einer Menge Energie stürmten die Herren die Impericon Bühne und hatten das Publikum direkt auf Ihrer Seite. Wie gewohnt, mit viel Hang zur Selbstdarstellung schafften es Turbonegro von Anfang bis Ende die Masse bei Laune zu halten.
 

Es wurde eine ausgewogene Auswahl an alten Hits und neuen Songs dargeboten, wobei die älteren Sachen wesentlich mehr Resonanz bekamen als die Neueren. Mit viel Einsatz spielte man sich durch 60 Minuten und bot eine abwechslungsreiche Show. Mit ihrem Auftritt haben die Norweger eindrucksvoll unter Beweis gestellt, weshalb sie an diesem Abend Headliner auf der Impericonbühne waren.


Bevor es Richtung Bett geht lausche ich aus den hinteren Reihen dem Headliner der Monster Stage am ersten Festivaltag - Rise Against.
Das erste was mir nach gut 20 Minuten auffällt ist, dass die Fans der aktuellen Stunde wohl nur mit dem neueren Material der Band vertraut sind.
Rise Against spielen so gut wie keine alten Songs, bei den etwas älteren herrscht aber (übertrieben gesagt) Ruhe. Hingegen bei den aktuelleren Werken die Masse aus vollem Halse mitsingt und schreit.
Rise Against sind von einer Punkrockkapelle zum "Global Player" gewachsen.

Das ändert nichts daran das ich es nicht so positiv find das wenige der alten Songs live gespielt werden und die damit härteren Klänge aus dem Set verschwunden sind.
Der Sound ist gut (wie bisher bei allen Bands) und euphorisch applaudieren die Fans nach jedem Song von Rise Against. Ein gelungener erster Tag des Groezrock geht somit zu Ende.
 

http://different-directions.de/show-reviews/2013/04-gr13-header.jpg
 

 

Groezrock Sonntag 28.04.2013

Bereits um 13 Uhr stehen die Jungs von stick to your guns auf der Impericon Bühne bereit. Deutlich zu früh wie ich finde. Umso erstaunlicher ist es, dass sich zu diesem Zeitpunkt das Impericon Zelt schon gut gefüllt hat und die Band vor großer Zuschauerzahl spielen kann.

Als aktuell eine der heißesten Bands des modernen Hardcore verstehen es stick to your guns die Massen zu bewegen. Es ist also kein Zufall das sich so viele Menschen vor der Bühne befinden.
Ganz im Gegenteil, die Meute feiert stick to your guns ab wie kaum eine andere Band der Impericon Bühne an diesem Wochenende.
Sichtlich erstaunt und sehr positiv überrascht bedankt sich Frontman Jesse Barnett bei den Fans und ist sehr dankbar für die erfahrene Unterstützung.

 



Stick to your guns spielen sich durch ihr aktuelles Output "Diamond" und nur wenige ältere Songs stehen auf der Setlist. Die Leute vor der Bühne scheint das nicht sehr zu stören. Es geht im Moshpit zur Sache und bei passender Stelle im Song hilft die Masse stimmgewaltig aus.

Nicht auszudenken wie die Show von stick to your guns auf der Etnies Stage verlaufen wäre. Da Stagedives und Singalongs auf der Impericon Stage so gut wie unmöglich sind, ist dies ein kleiner, negativ auffallender Kritikpunkt an dem Slot welchen STYG belegen.
Man darf gespannt sein wie sich STYG in Zukunft entwickeln werden! Gemessen an der Publikumsresonanz dürft es für STYG auf gar keinen Fall schlechter laufen als bisher.

 



Ich bemerke auch bei den unmittelbar nach STYG spielenden Bands ein deutlich leereres Zelt der Impericon Stage, auch dies zeigt welchen Stellenwert der Auftritt von STYG hatte.

Durch den Straffen Zeitplan, 4 Bühnen (genau genommen 5, zählt man die Macbeth Stage auch noch hinzu) habe ich nur selten Zeit im Akkustikzelt vorbei zu schauen. Den Auftritt vom Lokalhelden Tim Vantol verpasse ich allerdings nicht. Das Zelt ist gut 10 Minuten vor Beginn von Tim Vantol und Kollegen bereits voll und ein tosender Applaus begleitet die Musiker auf die Bühne. Neben den harten Klängen auf den anderen Bühnen ist die musikalische Abwechslung und die Ruhe welche die Akkustikbühne ausstrahlt eine willkommene Gelegenheit abzuschalten.

 



Tim Vantol hat in den vergangenen 2 Jahren bereits ein Album und 2 EPs produziert und durch etliche Touren auf sich aufmerksam gemacht.
Auch vom aktuellen Album "If We Go Down, We Will Go Together" (Welches erst 1 Woche vor dem Groezrock veröffentlicht wurde) werden Songs gespielt, diese sind jedoch beim Publikum noch eher unbekannt.

Die restlichen Songs werden so abgefeiert, wie es bei Akkustiksongs üblich ist. Der Band sieht man die Spielfreude an und meistens lächeln die Musiker rund um Tim Vantol. Wer akkustische Musik la Chuck Ragan mag sollte Tim Vantol auschecken.

Musikalisch konnten mich First Blood zwar noch nie überzeugen, aber die Message und Ansagen von Sänger Carl sprechen eindeutig für die Band und so begab ich mich am frühen Nachmittag zur Etnies Stage um den Klängen von First Blood zu lauschen. Eine breite Maße wartete bereits auf die Herren und feierte diese vom ersten Song an ab. Auch hier gab es zahlreiche Singalongs und Stagedives. Manch ein übereifriger übertrieb seine Karate-Akrobatik im Pit und so hatten die Sanitäter mehr Arbeit während des Sets, als sonst auf diesem Festival...

 



Aufgrund von Besetzungsproblemen (Schlagzeuger und Gitarrist von Stick To Your Guns halfen der Band bei der Tour aus) verkürzte sich die Spielzeit um 10 Minuten und so konnte das Publikum eine 35 minütige Show sehen, bei dem der ein oder andere aufgrund des Treibens im Pit sicherlich nachher das erste Hilfe Zelt aufsuchen musste.


Ich dachte eigentlich an eine etwas gediegenere Show als zuvor bei First Blood, aber als Polar Bear Club die Bühne betraten sind die Leute vollkommen abgedreht. Ich habe noch nie eine solche intensive Polar Bear Club Show gesehen. Die Menge stapelte sich vor der Bühne und agierte mit der Band wie bei kaum einer anderen.
Sänger Jimmy wurden während des Sets verschiedene Hüte aufgesetzt, die ihn gekonnt in Szene gesetzt haben.

 



Man merkte den Herren aus Übersee auf Grund von Dauergrinsen an, das Ihnen der Auftritt sichtlich Spaß machte und so schaukelten sich Publikum und Band gegenseitig hoch und pushten sich zu Höchstleistung.

Polar Bear Club sind ein positives Beispiel für das abwechslungsreiche Lineup des Groezrock und wie gut diese Mischung beim Publikum ankommt!

 

Strife sind Live immer sehenswert und so auch dieses mal auf dem Groezrock. Obwohl sich nicht allzu viele Menschen ins Etnies Zelt zu Strife bewegen ließen gaben sich die fünf Herren, insbesondere Sänger Rick ihrem Set mit vollem Körpereinsatz hin und boten eine Show, die an Energie an diesem Tag von niemanden übertroffen werden sollte.

 



Von Beginn an gaben sich Strife sehr engagiert und ließen dem Publikum keinerlei Zeit zum Verschnaufen. Selten habe ich einen Sänger erlebt, der so oft sein Mikro in der Gegend rumwirbelte, es zeitweise komplett dem Publikum überlies oder einfach ohne sein Mikro versuchte die Songs zum Besten zu geben. Wer Strife schon mal sehen durfte wird sich auch nicht wundern, das bei so viel Energie auf und vor der Bühne Rick mal wieder am Kopf blutete, weil er sich sein Handwerkszeug gegen die Stirn schlug. Nach knappen 50 Minuten war die Show zu ende und man konnte in den Gesichtern der Zuschauer deutlich erkennen, das bei dieser Show alle auf ihre Kosten gekommen sind. Ich muss schmunzeln als Sänger Rick die auf ihn wartenden Sanitäter freundlich zurückweist und mit "thumbs up" und der Aussage "I'm fine, thank you" klar stellt das es ihm gut geht.



Der Headliner des zweiten Festivaltages auf der Impericon Stage sind Killswitch Engage. Welche Erwartungen soll man diese Band haben? Eine DER Metalcorebands überhaupt ist mit neuem Album namens "disarm the descent" und dem Sänger der ersten beiden Alben Jesse Leach am Start.

Seit dem Verlassen von Howard Jones und der damit verbundenen Veränderung ist dies der erste Auftritt von Killswitch Engage mit Jesse Leach für mich. Howard Jones begeisterte mich live und auf CD, war ein Teil von KSE. Es dauert keine 30 Sekunden um zu realisieren das Jesse Leach seine Aufgaben als Frontman ernst nimmt. Seine Stimme ist klar anders als jene von Howard Jones aber auch passt dies zum Gesamtpaket namens Killswitch Engage.

 



Die ersten Songs sind "a bid farewell" sowie "fixation of the darkness" bevor der erste neue Song gespielt wird. Keine Zweifel, Killswitch Engage sind genauso mächtig wie zuvor mit Howard Jones.
Es ist auch wie immer eine Augenweide Adam D. beim herumalbern zu beobachten. So tauscht das Gehirn der Band seine Gitarre kurzerhand gegen einen Federballschläger und bringt zwischen den Songs das Publikum durch seine Ansagen zum Lachen.

Die Setlist hat einen Schwerpunkt auf Songs der ersten beiden Alben und auf Songs des brandneuen Album. Allesamt Werke auf denen Jesse Leach am Mikrofon im Studio agierte, so kommt erst gar nicht der Gedanke Howard Jones zu vermissen. Die Hits der Band wie "Rose of Sharyn" und "The End of Heartache" (welche zu den Werken von Howard Jones gehörten) klingen durch den Wechsel am Mikrofon anders, aber keinesfalls schlecht.

Permanent sind die Fans auf der Seite von Adam D. und Kollegen, moshen beherzt und schreien sich die Kehle aus dem Hals. Killswitch Engage zeigen warum Sie zurecht Headliner der Impericon Stage sind. Ein Ende von KSE ist wohl noch lange nicht in sicht!

Nachdem man aufgrund des Wechselns einer defekten Box etwas länger auf den Beginn (knappe 20 Minuten) von Flag warten musste als im Zeitplan angegeben war, begannen die in die Jahre gekommenen Herren erst gegen 21:45 Uhr.

Aber bereits vor dem ersten Ton kochte die Luft auf der Etnies Stage und die Leute konnten den Beginn kaum abwarten. Als dann der erste Ton erklang gab es auf Seiten des Publikums kein Halten mehr. Von Beginn an gab es Stagedives über Stagedives und ein Singalong folgte dem nächsten.

Mit viel Spielfreude und kaum Ansagen gaben sich Flag einem Song nach dem anderen hin. Mit ein wenig Selbstironie und einem ständigen Lächeln im Gesicht gab sich das Quintett sehr engagiert und konnte auf ganzer Linie punkten.

Als Flag ihr Set beendeten dauerte es noch geraume Zeit, bis das Publikum aufgab eine Zugabe zu verlangen. Als dann aber jeder verstand, das es keine Zugabe geben würde wollten noch einige die Chance ergreifen und die Setlist des heutigen Abends von der Bühne "klauen", wurden bei dem Versuch aber energisch von den Security davon abgehalten.

 

 

Das Festival endet mit den Klängen von Bad Religion.

Seit Jahrzehnten als Band unterwegs haben sich Bad Religion auf der ganzen Welt eine Fanbase erspielt. Fast jeder nennt im Zusammenhand mit Punkrock die Band Bad Religion. Ähnlich wie Pennywise am Samstag sind auch Bad Religion eine jener Bands die einfach zum Groezrock passen.

Band und Publikum genießen den Auftritt, sowohl entspannt wippend und mitsingend in den hinteren Plätzen als auch unmittelbar vor der Bühne haben die Fans spaß. Bad Religion waren schon einige male auf dem Groezrock zu Besuch, es scheint aber das die Besucher noch lange nicht genug von der Band aus Los Angeles haben.
Sicher ist Greg Griffin nicht mehr so agil auf der Bühne wie noch vor zwei Jahrzehnten, aber das Gesamtpaket passt und bildet einen hervorragenden Abschluss des Groezrock 2013.